Sterben live - Film und Lebensende

Datum: 
13. März 2018 bis 8. Mai 2018
Veranstalter: 
Universität Zürich, Center for Medical Humanities
Ort: 
Collegium Helveticum, Semper-Sternwarte (Schmelzbergstrasse 25), Zürich

Wer Menschen dabei zuschauen will, wie sie sterben, hat es heutzutage nicht schwer. Unheilbar Kranke erzählen auf YouTube oder in Weblogs ihre Leidensgeschichten, auf Social Media und in Liveübertragungen lassen sich individuelle Sterbeverläufe verfolgen und Filmemacher begleiten Sterbende in den letzten Wochen und Monaten ihres Lebens. Die einstige Tabuisierung des Todes hat sich mittlerweile in eine regelrechte Geschwätzigkeit über verschiedene Facetten des Lebensendes verwandelt: Wir diskutieren hitzig über Sterbehilfe, sinnieren ü ü ber die Frage nach dem guten Tod, denken über unseren Umgang mit Demenzkranken nach oder fragen uns, wie eine angemessene Gesundheitsversorgung am Lebensende aussähe.
Den Geschichten sterbender Menschen Aufmerksamkeit zu schenken, kann bei der Suche nach Antworten darauf helfen. Wenn wir unmittelbar mitbekommen, wie jemand im Angesicht des Todes lebt, in welcher Weise eine Person auf eine infauste Prognose reagiert oder was die Möglichkeit der Suizidhilfe für Menschen bedeutet, können wir überprüfen, ob unsere Sichtweise der Realität entspricht und unsere Meinungen tragen.
Und uns drängen sich weitere Fragen auf: Darf man das eigentlich – Menschen beim Sterben beobachten? Oder gibt es Grenzen des Zeigbaren? Dringen wir zu tief in private Sphären vor? Wie wirkt sich der intime Blick auf das Sterben anderer auf unser eigenes Leben aus? Und welchen Einfluss hat auf unseren Umgang mit dem Sterben, wenn in den Medien auf bestimmte Weise davon erzählt wird?
Fragen wie diesen wollen wir nachgehen, indem wir fünf Dokumentarfilme ü ü ber das Sterben und den heutigen Umgang mit dem Lebensende anschauen und mit den Filmemachern und weiteren Diskussionspartnern aus der Medizin, den Geistes- und Sozialwissenschaften, der Ethik und der Theologie ins Gespräch kommen.

Detailliertes Programm (pdf/1.23 MB)

Website des Veranstalters

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