Soziale Beziehungen im höheren Lebensalter

Datum: 
14. Juni 2018
Veranstalter: 
Zentrum für Gerontologie, Universität Zürich
Ort: 
Universität Zürich, Zentrum für Weiterbildung Schaffhauserstrasse 228, Zürich

Gute soziale Beziehungen sind unbestreitbar in jeder Lebensphase ein zentrales Element sozialer Integration, und auch das Wohlbefinden von Frauen und Männern wird von guten sozialen Beziehungen mitbestimmt. Entsprechende Studien bei älteren Menschen zeigen dabei, dass weniger die Quantität als die Qualität sozialer Beziehungen das Wohlbefinden erhöht. Entscheidend in späteren Lebensphasen ist insbesondere das Vorhandensein mindestens einer Vertrauensperson. Gute Sozialbeziehungen sind zudem eine zentrale Quelle sozialer Unterstützung, etwa im Fall von Hilfs- und Pflegebedürftigkeit älterer Menschen. Gleichzeitig kann sich ein gutes soziales Netz, welches emotionale wie instrumentelle Unterstützung anbietet, positiv auf die Gesundheit auswirken. Soziale Beziehungen sind in ihrer Form und Art sehr vielfältig. Struktur, Dynamik und psychosoziale Wirkungen sozialer Beziehungen variieren je nachdem ob es sich um eine Partnerbeziehung, eine Eltern-Kind-Beziehung, um Beziehungen zu Geschwistern, zu Nachbarn oder zu jungen Menschen handelt. In öffentlichen Diskussionen sind bezüglich Sozialbeziehungen im Alter zwei Themen verbreitet: Zum einen herrschen teilweise kulturpessimistische Vorstellungen eines Zerfalls sozialer und namentlich auch familialer Solidarität und Unterstützung vor. Zum anderen ist ‘Einsamkeit im Alter’ weiterhin eine verbreitete Thematik im Rahmen defizitärer Bilder zum Alter.
Im Seminar werden unterschiedliche Typen sozialer Beziehungen im Alter aufgeführt. Es wird dabei analysiert und diskutiert, in welcher Richtung sich jeweilige Sozialbeziehungen (Partner/in, Enkelkinder, Nachbarn, Freunde u.a.) verändern. Das Seminar umfasst namentlich folgende Themenblöcke:

a) Typen und Bedeutung unterschiedlicher Formen von Sozialbeziehungen. Häufigkeit und Ursachen von Einsamkeit im Alter.

b) Familiale Beziehungen im Wandel (alte Eltern und Nachkommen (Kinder, Enkelkinder) sowie neue Trends bezüglich Paarbeziehungen im Rentenalter.

c) Freundschaftsbeziehungen im Alter – Trends und Bedeutung d) Nachbarschaften (und Nachbarschaftshilfe) und intergenerationelle Beziehungen.


Dozent: Prof. François Höpflinger


Detailprogramm (pdf/82 KB)

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